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Soziale Medien nach dem Tod: Was passiert mit deinen Accounts?

Facebook, Instagram und LinkedIn haben eigene Regeln für das, was nach einem Todesfall mit einem Account geschieht — aber diese regeln nichts über deine Passwörter oder persönlichen Wünsche. So machst du das richtig.

Wenn jemand stirbt, verschwinden Social-Media-Accounts nicht automatisch. Die meisten Plattformen bieten zwei Möglichkeiten: Das Konto erhält einen Gedenkstatus (es bleibt sichtbar, aber niemand kann sich mehr anmelden) oder es wird auf Wunsch der Angehörigen endgültig gelöscht. Welche Option gilt und wer danach fragen kann, unterscheidet sich je nach Plattform und ist normalerweise über ein eigenes Formular geregelt, das von deinen normalen Kontoeinstellungen getrennt ist.

Das Wichtigste zu merken: Plattformen regeln nur, was mit der sichtbaren Seite geschieht. Sie sagen nichts über deine Passwörter, deine privaten Nachrichten oder was du eigentlich möchtest, dass mit deinem Online-Leben geschieht. Das musst du separat festlegen, und genau da lassen die meisten Menschen es schleifen.

Was Plattformen selbst tun

Facebook und Instagram

Facebook und Instagram kennen den Gedenkstatus am längsten. Ein Angehöriger oder Freund kann melden, dass jemand verstorben ist, woraufhin das Konto den Zusatz "In Erinnerung" erhält. Freunde können immer noch Nachrichten auf der Chronik hinterlassen, aber niemand kann sich mehr anmelden, es sei denn, es wurde vorher ein "Nachlass-Kontakt" benannt. Wer lieber möchte, dass das Konto ganz verschwindet, kann stattdessen Löschung anfordern — aber das muss mit einem Sterbeurkunde nachgewiesen werden, und dieser Prozess kann langsam ablaufen.

LinkedIn

LinkedIn hat keinen Gedenkstatus. Angehörige oder Kollegen können über ein Formular anfordern, dass das Profil gelöscht wird. Solange das nicht geschieht, bleibt das Profil einfach online, einschließlich möglicherweise automatischer Glückwünsche zu Arbeitsjubiläen. Für viele Menschen fühlt sich das unbequem an, besonders weil niemand da ist, der es proaktiv anpackt.

X, TikTok und Snapchat

Bei Plattformen wie X, TikTok und Snapchat ist die Regelung weniger ausgearbeitet. In der Regel kann ein Konto auf Anfrage deaktiviert oder gelöscht werden, aber einen Gedenkstatus wie bei Facebook gibt es oft nicht. In der Praxis bleiben solche Konten manchmal jahrelang unberührt stehen, einfach weil niemand weiß, dass die Möglichkeit zur Löschung besteht oder weil niemand die Mühe auf sich nimmt, den Prozess durchzuführen.

Warum Passwörter und Wünsche separat regeln

Das Formular einer Plattform regelt nur die Außenseite: sichtbar oder nicht, Gedenkstatus oder gelöscht. Es sagt nichts über das aus, was du eigentlich möchtest. Möchtest du, dass deine Fotos für deine Kinder bewahrt bleiben? Sollen bestimmte Nachrichten lieber offline gehen? Darf ein Freund noch eine Weile deine Nachrichten durchblättern oder lieber nicht? Das sind Entscheidungen, die nur du treffen kannst, und die nirgendwo festgehalten sind, es sei denn, du schreibst sie selbst auf.

Hinzu kommt das praktische Problem: Plattformen fragen fast nie nach deinem Passwort, aber ohne Zugang können Angehörige oft selbst wenig regeln, besonders wenn ein Konto nicht mit einer E-Mail-Adresse verknüpft ist, die sie kennen. Ein Überblick über deine Konten und die entsprechenden Anmeldedaten, sicher und verschlüsselt aufbewahrt, macht es für die Menschen, die zurückbleiben, viel einfacher, das zu tun, was du wünschst. In einen digitalen Tresor, in dem du Passwörter und Dokumente verschlüsselt aufbewahrst kannst du diese Daten separat von deinem normalen Passwort-Manager ablegen, zusammen mit einer kurzen Erklärung pro Konto über das, was geschehen soll.

Wie du das jetzt schon festlegst

Am einfachsten ist es, zwei Dinge zu trennen: der praktischen Zugang (welche Konten, welche Anmeldedaten, wer darf Zugang haben) und deine persönlichen Wünsche (was soll geschehen und warum). Für die Wünsche kann eine kurze Nachricht schon viel klären — eine Nachricht, die du jetzt schon für den richtigen Moment vorbereitet hast stellt sicher, dass deine Lieben nicht selbst raten müssen, was du gemeint hättest. Wer lieber überhaupt keinen Zweifel aufkommen lassen möchte, nimmt solche Wünsche auch in die Festlegung eines Testaments, damit es Teil der umfassenderen Vereinbarungen wird, die du hinterlässt.

Es ist nicht nötig, dies sofort vollständig auszuarbeiten. Beginne mit einer Liste der Konten, die dir am wichtigsten sind, und erweitere diese gerne später. Auf der Seite mit häufig gestellten Fragen findest du weitere Erklärungen darüber, wie vertraute Buddys Zugang erhalten und wann genau das geschieht.

Du musst das nicht alles auf einmal regeln. Erstelle kostenlos einen Account bei PSILY und bereite in zehn Minuten deine erste Übersicht und Nachricht vor — deine Lieben werden dir später dankbar dafür sein.

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